Inhaltsverzeichnis
Termine
Wir informieren hier vor allem über Veranstaltungen im Raum NRW.
Veranstaltungen in Bochum
Deutschland soll kriegstüchtig werden
Vortrag & Diskussion mit Renate Dillmann
Kriegstüchtigkeit in Deutschland - Was bedeutet es eigentlich, wenn Deutschland verteidigt werden soll?
Bis 2029 soll Deutschland „kriegstüchtig“ werden – so verlangt es der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius. Warum ist das nötig? Dumme Frage – natürlich wegen „Putin“ und „China“, das weiß doch inzwischen jeder. Aber warum sind aus diesen Staaten, mit denen die deutsche Wirtschaft ja bis gestern noch viele und gute Geschäfte gemacht hat, plötzlich „Feinde“ geworden, die zudem auch noch Deutschland bedrohen?
Und was bedeutet es eigentlich, wenn Deutschland verteidigt werden soll? Geht es dabei um den Schutz von Haus und Familie? Oder den „unserer freiheitlichen Lebensart“? Liegen junge Leute richtig, wenn sie jetzt zur Bundeswehr gehen, um „der Gesellschaft etwas zurückzugeben“? Nicht zuletzt: Wie sieht der Beitrag der Medien auf dem Weg in die Kriegstüchtigkeit aus?
Dazu wird es einen Vortrag von Renate Dillmann geben, Autorin zahlreicher Bücher, bekannt durch die medienkritische Kolumne „Der real existierende Wahnsinn“ beim Podcast-Sender 99 zu Eins und aktiv bei der gewerkschaftlichen Basis-Initiative „Sagt NEIN!“ gegen Krieg, Militarismus und Burgfrieden. Anschließend soll diskutiert werden.
Zeit: Mittwoch | 3. Dezember 2025 | 19:00 Uhr
Ort: Bahnhof Langendreer | Raum 6 | Wallbaumweg 108 | 44894 Bochum
Veranstalter: Gruppe K
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Trumps Zollkrieg
Vortrag & Diskussion zum „US-Imperialismus 2.0“
Zeit: Dienstag, 9. Dezember 2025, 19:00 Uhr
Ort: Bochum, Ruhr-Uni, AStA-Kulturcafé, Universitätsstr. 150
Veranstalter: kritik&argumente
Veranstaltungen in Bonn
Schulstreik gegen Wehrpflicht
Demonstration und Kundgebung „Schulstreik gegen Wehrpflicht in Bonn“
Zeit: Freitag, 5. Dezember
Treffpunkt: Bonn, Poppelsdorfer Alle, 11.00 Uhr
Anschließend Demo durch die Bonner Innenstadt, Ziel: Altes Rathaus
https://www.friedenskooperative.de/termine/schulstreik-gegen-wehrpflicht-in-bonn
https://www.instagram.com/p/DRqFrFIDBnq/
Veranstaltungen in Duisburg
Die Rolle der Medien auf dem Weg in die Kriegstüchtigkeit
Renate Dillmann
Vortrag und Diskussion im Rahmen der Ringvorlesung Plurale Ökonomik Man werde „die Deutschen aus ihrem pazifistischen Wolkenkuckucksheim“ herausholen – das hat der Chefredakteur des Spiegel angekündigt. Die nationalen Leitmedien geben dafür ihr Bestes: Sie arbeiten an der Konstruktion nationaler Feindbilder und stellen Deutschland als „bedrohte Nation“ dar, der es an Wehrbereitschaft fehlt.
Uni Duisburg-Essen, Institut für Sozioökonomie, LF 156, Lotharstr. 65, 47057 Duisburg
Mittwoch, 26.11.2025, 16 Uhr
Veranstalter: Institut für Sozioökonomie/Forschungskolloquium
Veranstaltungen in Köln
Der Reichtum der kapitalistischen Gesellschaft: nichts als Schulden...
…und das ist auch völlig sachgerecht!
Workshop
Schulden und Kredit haben in dieser Gesellschaft einen schlechten Ruf. Wer Schulden macht, gilt als unsolide, kommt mit dem Geld nicht aus. Dieser Vorwurf trifft sogar den Staat, dem die „schwäbische Hausfrau“, die stets mit ihrem Geld auskäme, als Gegenbild präsentiert wird. Der Geldverleih, also das Geschäft der Banken, löst einerseits Faszination aus: gigantische Gewinne nur durch Geldgeschäfte ohne jede Produktion von Waren oder Dienstleistungen plus die Abhängigkeit der gesamten Wirtschaft von der Kreditvergabe der Banken. Andererseits liegt auch immer der Vorwurf nahe, die dort stattfindende Geldvermehrung sei eine Ausbeutung der eigentlich produktiven Teile der Wirtschaft. Auf die Spitze getrieben in der Entgegensetzung von „raffendem“ und „schaffenden“ Kapital.
Auch Linke sind nicht gut auf die Banken und ihr Geschäft zu sprechen. Sie entdecken zum Beispiel im Zins einen Wachstumszwang, der den Kapitalismus erst richtig schlimm mache. Dagegen soll im Workshop argumentiert werden. In einer Wirtschaftsweise, die auf Geldvermehrung abzielt, entsteht das Bedürfnis nach Kredit bei den produzierenden Unternehmen. Nur weil sie dieses Bedürfnis haben, gewinnen die Banken, die Bedeutung, die sie haben. Der Zins zwingt der kapitalistischen Ökonomie kein Geldvermehrungsinteresse auf, das sie nicht selbst schon hat. Und so ist es auch völlig sachgerecht, dass das Geld dieser Gesellschaft aus nicht anderem besteht als Schulden. Zu kritisieren sind nicht Banken und Kredit, sondern die Funktionsweise dieser Ökonomie insgesamt.
Zeit: Donnerstag, 19. November 2025, 19 Uhr
Ort: TH Köln, Raum 214, Ubierring 48, 50678 Köln
Veranstalter: Gruppe Widerspruch
Website: https://widerspruch.noblogs.org/
Veranstaltungen in Münster
Feindbild China
Vortrag & Diskussion
Referentin: Renate Dillmann
Neben Russland gilt China heute ganz allgemein als „Bedrohung“, gegen die sich die deutsche Politik in Stellung bringen muss. Chinas ökonomischer Aufstieg, der in Zahlen und Bildern vorgeführt wird, gilt zwar als beeindruckend. Andererseits beruht er aber – so das gängige Urteil – auf brutaler Ausbeutung, dem Diebstahl geistigen Eigentums, einem rücksichtslosen Umgang mit der Natur und vor allem staatlicher Repression. Und dann sind da auch noch die Uiguren, die Hongkong-Proteste und Taiwan!
Renate Dillmann, Journalistin und Autorin des Buchs „China – ein Lehrstück“ bzw. „Medien. Macht. Meinung. Auf dem Weg in die Kriegstüchtigkeit“ und bekannt vom linken Podcast-Sender 99zu1, wird die gängigen Urteile zu China analysieren und kritisieren.
Zeit: Mittwoch | 12.11.2025 | 18:00 Uhr
Ort: Uni Münster | Institut für Politikwissenschaft | Scharnhorststr. 100
Veranstaltungen in Nörvenich
„NATO-Atomkriegsmanöver 2025 stoppen!“
Die gewerkschaftliche Basisinitiative „Sagt NEIN! Gewerkschafter:innen gegen Krieg, Militarismus und Burgfrieden“ hat im Rahmen des Kölner Camps „Rheinmetall Entwaffnen – Gegen Waffenexporte, Aufrüstung und Krieg“ einen Workshop veranstaltet (s.o.). Die Initiative stellt sich gegen den deutschen Großmachtanspruch und die nach innen wie außen gerichtete Militarisierung und kritisiert die Rolle der Gewerkschaften im „Burgfrieden“ mit Staat und Kapital. Deshalb unterstützt sie auch den Aufruf „80 Jahre nach Hiroshima: NATO-Atomkriegsmanöver 2025 stoppen!“ zu einer Kundgebung in Nörvenich bei Düren.
In dem Aufruf heißt es u.a.: „Deutsche Politikerinnen und Politiker fordern 80 Jahre nach Hiroshima eine deutsche Atombombe oder eine europäische Fähigkeit, Atombomben – mit Frankreich oder Großbritannien – einsetzen zu können. Die EU will aufrüsten und kriegsfähig werden. Ein Krieg zwischen Russland und der NATO wird für 2028/2029 von deutschen Politikerinnen und Politikern herbeigeredet. Statt auf Diplomatie und Verständigung zu setzen, wird Kriegstüchtigkeit gefordert. Milliarden Euro sollen in neue Aufrüstung und Kriegsvorbereitung gesteckt werden. Die Wehrpflicht zum Krieg soll wieder eingeführt werden.“ Daher das Fazit: „Ein alles zerstörender großer Krieg in Europa wird möglich, wenn wir nicht widerstehen!“
Zum konkreten Anlass im Oktober formuliert der Aufruf: „In dieser brisanten Lage will die Bundeswehr Mitte Oktober 2025 im Rahmen des NATO-Manövers ‚Steadfast Noon‘ erneut mit Attrappen üben, wie man Atombomben aus unterirdischen Bunkern an Tornado-Kampfjets anbringt und diese Bomben im Einsatzziel abwirft. Dieses Manöver findet jedes Jahr europaweit mit Beteiligung der USA und aller NATO-Staaten der ‚nuklearen Teilhabe‘ statt. Der Stützpunkt Nörvenich bei Düren ist aktuell Ausweichstandort für die sonst auf dem Stützpunkt Büchel (Eifel) stationierten Tornado-Kampfjets. Jeden Tag erinnert der Fluglärm in den umliegenden Ortschaften wie Kerpen, Düren und Nörvenich an die brisante atomare Bedrohung. Derweil wird Büchel für über zwei Milliarden Euro bis 2026 für die neuen F-35-Atombomber und die neuen B61-12 Atom-bomben umgebaut. Hier liegen die ca. 15-20 US-Atombomben, die im Ernstfall von Bundeswehrpilotinnen und -piloten eingesetzt werden sollen. Das Atomkriegsmanöver dokumentiert in erschreckender Weise die Bereitschaft der NATO und der Bundesregierung, im ‚Ernstfall‘ einen Atomkrieg zu führen, der zumindest ganz Europa vernichten würde.“
Start der Protestveranstaltungen am Kriegsflugplatz Nörvenich, zum Auftakt spricht ein Vertreter der Friedensgruppe Düren. Die abschließende Kundgebung findet als Diskussionsrunde statt, an der auch die Initiative „Sagt NEIN!“ teilnehmen wird.
Zeit und Ort: Samstag, 11. Oktober 2025, Auftakt um 12.00 Uhr, Kriegsflugplatz Nörvenich (Oswald-Boelcke-Allee 1); 12.30 Uhr, Demonstrationszug ab Flugplatz; ca. 13.00 Uhr, Kundgebung im Schlosspark Nörvenich.
Link zum Flyer mit allen Angaben zum Programm, zu Veranstaltern und Unterstützern: https://www.friedenskooperative.de/sites/default/files/noervenich_250825.pdf
